Seit Monaten reißt die Kritik insbesondere deutscher, aber in letzter Zeit auch immer mehr amerikanischer Datenschützer an diversen Google-Tools und Facebook-Funktionen nicht ab. Nun besserten Google und Facebook ihre Datenschutzrichtlinien nach.
Seit Ende Mai 2010 bietet Google für sein beliebtes, kostenloses Web-Analyse-Tool GoogleAnalytics zwei Möglichkeiten, das Speichern von Besucherdaten zu unterbinden oder zu verringern.
Einerseits wird dazu ein Zusatzprogramm für Internet Explorer, Firefox und Chrome angeboten, das nach Installation dafür sorgt, dass Besucher generell keine Daten mehr an mit GoogleAnalytics ausgestattete Websites liefern. Natürlich gehen Website-Betreibern damit wertvolle informationen über die Besucher Ihrer Seiten verloren, die letztlich auch zur Verbesserung der Seiten für die Besucher nützlich wären.
Weniger drastisch sind die Auswirkungen der zweiten Möglichkeit, die den Analytics-Code so modifiziert, dass die IP-Adressen der Besucher verkürzt werden. Dadurch sind (die ohnedies eher nur theoretisch möglichen) Rückschlüsse auf die Person eines Besuchers nicht mehr möglich. Allerdings entfällt damit vermutlich auch die Möglichkeiten, Besucherströme bis auf Statdebene zu lokalisieren.
Am 26.5. stoppte Google angeblich auch weltweit die Fahrten seiner Streetview-Autos, nachdem inzwischen auch in den USA Sammeklagen eingebracht wurden.
Facebook selbst schreibt: "Feedback von unseren Nutzern hat darauf hingewiesen, dass einige unserer Privatsphäre-Einstellungen im Laufe unserer Neuerungen verwirrend geworden sind. "
Wohl wahr - daran hat sich aber auch nicht unbedingt etwas geändert. Es gibt nur ab jetzt eine gemeinsame Seite, wo wesentliche Grundeinstellungen schneller und einfacher gesetzt werden können als bisher:
Deaktivieren der "umgehenden Personalisierung" auf Facebook >
Anleitung für mehr Datenschutz auf Facebook >