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Machen Facebook und Twitter kindisch und Google vergesslich?

02.08.11 

Neuere Studien behaupten, dass die häufige Nutzung von Facebook, Twitter, Google und Co. messbare Auswirkungen auf unser Sozialverhalten und unsere Hirnphysiologie haben.

Die britische Hirnforscherin Susan Greenfield warnt davor, dass Facebook und Twitter eine "Ego-Generation" schaffen würde. Insbesondere Jugendliche mit exzessiver Social-Network-Nutzung seien nur mehr zu kurzen Aufmerksamkeitsspannen imstande und würden wie Kleinkinder ständig Rückmeldung durch das Netzwerk einfordern und sich somit zunehmend darüber definieren, was andere über sie wissen und denken.

"Asoziale Netze"?

Einerseits trete eine zunehmende "Infantilisierung" durch die öffentliche Publikation jedweder alltäglicher Handlungen zu Tage: Viele Tweets würden stark an ein kleines Kind erinnern, das von der Mutter die Rückversicherung verlangt: "Schau Mama, was ich gerade mache!"

Andererseits werde das technische "Veröffentlichen-Können" (Angebot) mit einem "Veröffentlichen-Müssen" (Nachfrage) verwechselt, mit der Folge, dass man sich quasi als "Person des öffentlichen Lebens" wahrnimmt, deren Alltag ständig von anderen beobachtet und bewundert wird.

Beides reduziere nicht nur die Fähigkeit zur Selbstreflexion, sondern verändere auch das Verhalten selbst, da eher Dinge getan würden, die gute Status-Postings oder Tweets ergeben.

Vor allem aber zeigten neueste Studien, dass im Falle fortgeschrittener Internetsucht bei Jugendlichen eine messbare Abnahme grauer Gehirnzellen nachweisbar sei und sich die neuronale Verschaltung des Gehirns verändere, wodruch ein deutlicher Rückgang empathischen Verhaltens einher gehe.

Macht googlen dumm?

In eine ähnliche Richtung verweisen Studien der Columbia University, welche nachweisen wollen, dass das Internet die Art, wie wir uns erinnern, neu organisiert. Dabei kommt dem Wissen, wo eine Information gefunden werden kann, eine größere Bedeutung zu als der Information selbst. Google und Co hätten damit die Funktionsweise unseres Erinnerungsvermögens selbst verändert.

Das Gedächtnis verlasse sich demnach zunehmend darauf, dass es benötigte Informationen im Netz leicht abrufen kann und speichere daher nicht mehr die Information selbst sondern den Weg zu ihr, da dies für das Gehirn ökonomischer sei. Umgekehrt werden Dinge besser erinnert, die nicht online verfügbar sind.

Studie Internetsucht / Gehirnveränderung >

 
 

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