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Welche Datenschutzprobleme gibt es bei Google, Facebook und Co.?

Datenschützer aus zehn Staaten, darunter Deutschland, forderten im Frühjahr 2010 mehr Beachtung der Privatsphäre und des individuellen Datenschutzes der Nutzer bei Google ein. Auch Facebook gerät zunehmend in die Kritik - neuerdings sogar in den USA

Google: datenschutzfeindlich?

Die Datenschutzbeauftragte von Canada, Jennifer Stoddart, und die Leiter der Datenschutzbehörden in Frankreich, Deutschland, Israel, Italien, Irland, Holland, Neuseeland, Spanien und England richteten kritische Worte Na Eric Schmidt, Chief Executive Officer von Google.

Man sei bestürzt darüber, dass Google als innovative Firma zwar  alles technisch Machbare sofort an die Öffentlichkeit bringe, dabei aber an die Folgen für die einzelnen Nutzer kaum denke, die - meist unwissentlich und ohne sich dagegen verwehren zu können - private Daten und Informationen (vom Google-Kalender über Picasa-Photos bis zu  Google-eMails und Buzz) veröffentlichen.

Im Brief werden u.a. folgende Punkte eingefordert:

  • es soll nur das minimal notwendige Ausmaß an Daten zur Erbringung eines Dienstes gespeichert und verarbeitet werden
  • klar verständliche und eindeutige Information, wie diese Daten genutzt werden
  • einfache Möglichkeiten für Nutzer, die Datenschutzeinstellungen selbst zu kontrollieren und Accounts rückstandsfrei zu löschen.

Der Mahnbrief an Google

Deutschland blieb vorerst Stretview-frei

Kurz darauf wurde auch weitere Kritik an Google's Streetview-Initiative laut, da auch W-LAN-Netze damit erfasst werden und Google konnte Streetview in Deutschland nicht starten.

Deutschlands Verbraucherschutzministerin liess verlauten, dass man erreicht hätte, dass Wohnungen, Häuser und Gärten von Personen, die Einspruch erhoben hätten, vollständig unkenntlich gemacht werden müssen. Google würde auch Sammelwidersprüche von Städten und Gemeinden mit den Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern akzeptieren. Das Ministerium stellt sogar Musterwidersprüche auf der Website bereit.

Bereits länger in der Kritik stand auch GoogleAnalytics, das kostenlose Web-Analyse-Tool - insbesondere in Deutschland. Seit Sommer 2010 steht jedoch eine neue Version von Analytics bereit, die es datenschutz-bewussten Website-Betreibern ermöglicht, den Statistik-Dienst ohne Verstoss gegen europäische Datenschutzrichtlinien zu betreiben. Allerdings ist dies nicht die Standardeinstellung und die offizielle Anleitung von Google zum korrekten Einbau ist derart lückenhaft, dass man ernsthaft vermuten könnte, Google will dies eigentlich nicht fördern.

Als einziges der von der britischen Organisation Bürgerrechtsorganisation Privacy International untersuchten Internet-Unternehmen erhielt Google (Slogan: "Don't be evil!") in einer Studie im Jahr 2010 sogar die Bewertung "datenschutzfeindlich" <"Hostile to Privacy">.

Facebook

Aber auch der beliebte Dienst Facebook stößt neuerdings (sogar) in den USA auf Datenschutz-Bedenken. Vier US-Senatoren haben das Online-Netzwerk 2010 zu Änderungen bei den jüngst vorgestellten Entwicklungen aufgefordert, darunter der Funktion, mit Hilfe eines kurzen Programmcodes personalisierte Facebook-Inhalte in jede beliebige Website integrieren zu können. Die Funktionen des "" sind in allen bestehenden Facebook-Accounts automatisch aktiv und müssen von den Nutzern ausgeschaltet werden, wenn sie der Datennutzung nicht zustimmen.

Der "böse" Facebook-Knopf

Die Politiker bemängelten, dass Nutzer die Weitergabe von persönlichen und Verhaltens-Daten nur relativ kompliziert und aufwendig einschränken können. Außerdem kritisierten sie, dass externe Websites die Daten auf unbestimmte Zeit speichern und verwenden könnten.

Letztlich liegt es zwar an den Nutzern von Diensten wie Facebook selbst, welche persönlichen Daten Sie über sich im Internet preisgeben. Allerdings ist es den meisten Nutzern (und darunter vor allem Jugendlichen und zunehmend auch Kindern) überhaupt nicht bewusst, dass und in welchem Ausmaß eingetragene Daten öffentlich sichtbar oder von Facebook genutzt sowie an Dritte weitergegeben werden. Hier entwickelt sich ein ernsthaftes Problem, das "böse Erwachen" wird noch manches Kopfzerbrechen bereiten.

Und was sagt das "offizielle Österreich"?

In Österreich herrscht dazu die übliche Funkstille - hierzulande wird nicht einmal diskutiert über diese Probleme.

Deaktivieren der "umgehenden Personalisierung" auf Facebook >

Anleitung für mehr Datenschutz auf Facebook >

 
 

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